PPWR 2026: Der Todesstoß für Onlineshops von Kreativen und kleinen Unternehmen?
- Susanne Rihs

- vor 2 Tagen
- 8 Min. Lesezeit

PPWR kleine Unternehmen
Ein kleines Unternehmen. Ein Onlineshop. Ein paar Produkte. Und plötzlich wird aus einer Versandverpackung ein Fall für europäisches Verpackungsrecht.
Die neue PPWR soll Europa nachhaltiger machen. Das klingt zunächst nach einer guten Sache. Doch für kreative Einzelunternehmer, Handmade-Shops, Künstler und kleine E-Commerce-Unternehmen stellt sich eine unangenehme Frage: Ist der bürokratische Aufwand größer als das eigentliche Geschäft? Und ist das für kleine Unternehmen überhaupt noch wirtschaftlich?
Denn während große Unternehmen eigene Rechts-, Compliance- und Nachhaltigkeitsabteilungen beschäftigen, muss die Kreative im Ein-Personen-Unternehmen all das neben Produktentwicklung, Kundenservice, Buchhaltung, Marketing, .... und Versand erledigen. Ist die PPWR damit am Ende sogar eine Gefahr für die Vielfalt kleiner Onlineshops?
Für mich lautet die Antwort: Ja.
Nicht theoretisch und nicht irgendwann, sondern ganz konkret. Ich schreibe diesen Artikel nicht aus sicherer Entfernung, sondern aus eigener unternehmerischer Erfahrung. Ich betreibe selbst ein kreatives POD-Business und habe erlebt, was passiert, wenn immer neue regulatorische Anforderungen auf ein Geschäftsmodell treffen. Irgendwann muss man eine sehr nüchterne Rechnung aufmachen: Was kostet die Umsetzung? Wie viel Zeit benötigt sie? Welche zusätzlichen Verpflichtungen entstehen?
Und vor allem: Steht dieser Aufwand noch in einem vernünftigen Verhältnis zu dem Umsatz, den ein kleiner Shop mit den betreffenden Märkten tatsächlich erzielen kann?
Meine Antwort war irgendwann: Nein. Die Konsequenz war, die Produktion und den Versand für diese Produkte aus dem EU-Markt herauszunehmen und stattdessen ausschließlich in den USA, Kanada und Australien produzieren und von dort aus versenden zu lassen.
Keine große politische Entscheidung, kein Konzern, der sich aus einem Markt zurückzieht, keine Unternehmensstrategie aus einem Vorstandsbüro. Sondern eine einzelne Unternehmerin, die irgendwann eine nüchterne wirtschaftliche Entscheidung treffen muss, weil Aufwand, Kosten, bürokratische Anforderungen und Risiko nicht mehr in einem vernünftigen Verhältnis zum erzielbaren Geschäft stehen.
Das ist keine theoretische Diskussion über mögliche Auswirkungen der PPWR. Das ist die konkrete Konsequenz, die diese Entwicklung für mein eigenes Geschäftsmodell hat.
Und genau hier beginnt das eigentliche Problem.
Nachhaltigkeit ist nicht das Problem
Zunächst einmal ganz klar: Weniger Verpackungsmüll ist gut. Weniger Ressourcenverbrauch ist gut. Bessere Recyclingfähigkeit ist gut. Wiederverwendung und Kreislaufwirtschaft sind sinnvolle Ziele. Die PPWR verfolgt genau diese Ziele. Verpackungen sollen reduziert, Recyclingfähigkeit verbessert, Wiederverwendung gefördert und unnötige Verpackungen vermieden werden. Die EU sieht darin außerdem eine Möglichkeit, gemeinsame Regeln für den Binnenmarkt zu schaffen und Unternehmen langfristig zu unterstützen.
Das kann man alles unterschreiben. Aber ein gutes Ziel macht noch keine gute Regulierung. Entscheidend ist, wie eine Regel in der Realität wirkt – und da wird es für kleine Unternehmen interessant.
Wenn ein kleines Unternehmen plötzlich zum Verpackungsexperten werden soll
Die PPWR ist seit 12. August 2026 in der gesamten EU anzuwenden. Sie betrifft grundsätzlich Verpackungen unabhängig von Material und Herkunft. Gleichzeitig gelten unterschiedliche Anforderungen zu unterschiedlichen Zeitpunkten. Unternehmen müssen sich – abhängig von ihrer Rolle – unter anderem mit Verpackungsmaterialien, Recyclingfähigkeit, Herstellerverantwortung, Dokumentation, Registrierung und weiteren Anforderungen auseinandersetzen.
Dass die praktische Umsetzung alles andere als trivial ist, zeigt auch der Umstand, dass die Europäische Kommission laufend weitere Leitlinien und FAQs veröffentlicht, um offene Fragen zu klären. Für große Unternehmen gehört solche regulatorische Recherche zum normalen Geschäftsbetrieb. Für ein Ein-Personen-Unternehmen bedeutet sie zusätzliche Arbeit, die neben dem eigentlichen Tagesgeschäft erledigt werden muss.
Ein Konzern kann dafür eine Abteilung beschäftigen. Ein kleines Kreativunternehmen hat vielleicht eine Person. Und diese Person ist gleichzeitig Geschäftsführung, Buchhaltung, Marketing, Social Media, Kundenservice, Produktentwicklung, Einkauf, Webdesigner, Verpacker und gelegentlich auch noch Steuerberater wider Willen. Jetzt kommt Verpackungsrecht dazu.
„Kleinunternehmen“ bedeutet nicht „frei von Pflichten“
Hier wird es besonders wichtig. Die PPWR sieht für Kleinstunternehmen bestimmte Erleichterungen vor. Eine vollständige Befreiung von den Verpackungspflichten bedeutet das jedoch nicht. Auch die WKO weist ausdrücklich darauf hin, dass Kleinstunternehmen weiterhin von bestimmten Verpackungspflichten betroffen sein können.
Das Wort „Erleichterungen“ klingt zunächst beruhigend. Die wichtigere Frage lautet allerdings: Welche Pflichten bleiben trotzdem bestehen und was kostet ihre Umsetzung?
Denn selbst wenn ein kleines Unternehmen weniger Anforderungen erfüllen muss als ein großer Hersteller, muss es zunächst herausfinden, welche Anforderungen überhaupt auf das eigene Geschäftsmodell zutreffen. Und genau dafür braucht es Zeit, Fachwissen oder Beratung – häufig alles drei.
Für einen internationalen Konzern ist das ein Compliance-Prozess. Für eine Einzelunternehmerin kann es bedeuten, dass sie sich abends durch EU-Verordnungen, Leitlinien, FAQs und nationale Anforderungen arbeitet oder dafür Geld ausgeben muss, jemanden mit der Prüfung zu beauftragen.
Große Unternehmen können Bürokratie einkaufen
Hier liegt für mich einer der entscheidenden Punkte: Regeln gelten vielleicht für alle. Ihre wirtschaftliche Wirkung ist deshalb aber noch lange nicht für alle gleich.
Ein Großunternehmen kann zusätzliche Compliance-Kosten auf viele Produkte, Standorte und Mitarbeiter verteilen. Ein Ein-Personen-Unternehmen kann das nicht. Ein Konzern kann eine Rechtsabteilung beschäftigen. Eine Kreative muss sich selbst durch die Anforderungen arbeiten oder externe Leistungen einkaufen.
Auch beim Einkauf entstehen Unterschiede. Ein großer Händler kann Verpackungen in riesigen Mengen bestellen und entsprechend günstig einkaufen. Ein kleiner Handmade-Shop benötigt vielleicht nur einige Dutzend oder wenige hundert Stück und hat völlig andere Einkaufskonditionen. Eine neue Verpackungslösung, zusätzliche Kennzeichnung oder eine Anpassung des gesamten Versandprozesses kann deshalb für ein kleines Unternehmen unverhältnismäßig teuer werden.
Die Regeln mögen auf dem Papier für alle gleich sein. Die wirtschaftliche Belastung ist es nicht.
Zeit ist nicht kostenlos
Bei Diskussionen über neue Vorschriften wird gerne über Registrierung, Dokumentation und Compliance gesprochen. Was dabei gerne untergeht, ist die Zeit.
Zeit für Recherche. Zeit für Dokumentation. Zeit für Registrierungen. Zeit für Lieferantenanfragen. Zeit für rechtliche Prüfung. Zeit, neue Verpackungen zu suchen. Zeit, Produkte und Prozesse umzustellen. Zeit für Kommunikation mit Plattformen und Geschäftspartnern.
Und Zeit ist für ein kleines Unternehmen keine abstrakte Kennzahl. Zeit ist Arbeitszeit. Und Arbeitszeit ist Geld.
Wenn eine Selbstständige zehn Stunden damit verbringt, regulatorische Anforderungen zu recherchieren, hat sie in diesen zehn Stunden keine Produkte gestaltet, keine Kund betreut und keinen Umsatz erwirtschaftet. Für einen Konzern ist Compliance eine Kostenstelle. Für eine Ein-Personen-Unternehmerin kann Compliance bedeuten, dass sie selbst weniger arbeiten kann oder zusätzliche Leistungen bezahlen muss.
Und dann kommen die direkten Kosten
Die Bürokratie ist nur eine Seite. Dazu kommen möglicherweise Kosten für neue Verpackungsmaterialien, andere Lieferanten, Registrierung, Lizenzierung, Entsorgung, Dokumentation, Beratung und die Anpassung bestehender Prozesse.
Für einen Großanbieter können solche Mehrkosten in der Gesamtkalkulation verteilt werden. Ein kleiner Onlineshop verkauft dagegen vielleicht Produkte mit einer vergleichsweise kleinen Marge. Wenige zusätzliche Kosten pro Bestellung können bereits darüber entscheiden, ob ein Produkt noch rentabel ist.
Nachhaltigkeit hat einen Preis. Die Frage ist nur: Wer kann ihn sich leisten?
Und genau hier wird die Diskussion unangenehm. Denn wenn kleine Anbieter aufgrund zusätzlicher Kosten und administrativer Anforderungen bestimmte Produkte oder Märkte aufgeben müssen, verschwindet nicht automatisch Verpackungsmüll. Es verschwindet zunächst einmal ein Teil der wirtschaftlichen und kreativen Vielfalt.
Und dann wäre da noch die Kreativität
Besonders spannend wird das Thema für die Kreativwirtschaft. Denn Verpackung ist für kreative Unternehmen häufig nicht einfach nur ein Transportmittel. Sie ist Teil der Marke: die Schachtel, das Papier, der Aufkleber, das Seidenpapier, die kleine Karte, das bedruckte Klebeband oder die besondere Präsentation beim Öffnen. All das kann eine Geschichte erzählen.
Gutes Packaging kann aus einem Produkt ein Erlebnis machen. Und natürlich kann die PPWR ein Anlass sein, darüber nachzudenken, wie Verpackungen ressourcenschonender gestaltet werden können. Genau hier liegt eine spannende Schnittstelle zwischen Design und Nachhaltigkeit.
Aber nachhaltiges Verpackungsdesign darf nicht nur eine Frage der Einhaltung der Vorschriften werden. Es sollte weiterhin eine Frage von Gestaltung, Identität, Funktion und Kundenerlebnis sein. Nachhaltiges Packaging muss nicht langweilig aussehen. Es darf schön sein, hochwertig, persönlich und charaktervoll.
Die 50-Prozent-Frage
Besonders interessant für den Onlinehandel ist die geplante Begrenzung des Leerraums. Für bestimmte Verpackungen im E-Commerce sieht die PPWR künftig einen maximalen Leerraumanteil von 50 Prozent vor. Die entsprechende Berechnungsmethode soll allerdings erst durch einen weiteren EU-Durchführungsrechtsakt konkretisiert werden; die Vorgabe greift daher nicht unmittelbar mit dem allgemeinen Anwendungsbeginn der PPWR.
Das Ziel ist nachvollziehbar. Und eigentlich könnte man es ganz einfach formulieren:
Schickt keine winzigen Produkte in riesigen Kartons.
Dafür braucht es tatsächlich nicht viel Fantasie. Die spannende Frage ist vielmehr, wie kompliziert eine solche vernünftige Grundidee werden muss, bevor sie für kleine Unternehmen selbst zum Problem wird.
Die große Verpackungsindustrie und der kleine Handmade-Shop
Die EU argumentiert, dass harmonisierte Regeln den Binnenmarkt stärken und Unternehmen von unterschiedlichen nationalen Verpackungsvorschriften entlasten sollen. Das ist nachvollziehbar. Gleichzeitig zeigt die praktische Umsetzung, wie anspruchsvoll dieses Vorhaben ist. Die Kommission hat zusätzliche Leitlinien und FAQs veröffentlicht und arbeitet weiter an Vereinfachungen.
Das Problem: Harmonisierung kann für einen großen Marktteilnehmer etwas völlig anderes bedeuten als für einen kleinen Onlinehändler.
Ein Unternehmen mit Millionenumsätzen kann zusätzliche Prozesse in bestehende Strukturen integrieren. Ein kleines Unternehmen muss vielleicht entscheiden, ob sich ein bestimmter Markt überhaupt noch lohnt. Ein Konzern kann Compliance-Kosten verteilen. Eine Einzelunternehmerin trägt sie unmittelbar selbst.
Gleiches Recht bedeutet deshalb nicht automatisch gleiche wirtschaftliche Belastung.
Wer profitiert am Ende von immer komplexeren Regeln?
Wer kann die Einhaltung der Vorschriften bezahlen? Wer kann externe Beratung finanzieren? Wer kann Verpackungen in großen Mengen einkaufen? Wer kann Personal für Dokumentation und Registrierung abstellen? Und wer muss all das selbst erledigen?
Wenn die Antwort auf diese Fragen immer häufiger lautet „die Großen können es“, dann sollte uns das politisch und wirtschaftlich zu denken geben.
Denn Vielfalt entsteht nicht durch große Unternehmen allein. Sie entsteht durch tausende kleine Betriebe, Künstler, Designer, Handmade-Shops, Manufakturen und kreative Einzelunternehmer. Genau diese Vielfalt ist besonders empfindlich gegenüber zusätzlichen Fixkosten, Unsicherheit und Bürokratie.
Ich bin betroffen
Und hier komme ich wieder zu meiner eigenen Erfahrung. Ich schreibe diesen Artikel nicht, weil ich irgendwo gelesen habe, dass neue Vorschriften kompliziert sein könnten. Ich bin selbst betroffen.
Mein eigenes kreatives Geschäftsmodell war auf internationale Verkäufe ausgerichtet. Doch irgendwann musste ich eine sehr nüchterne unternehmerische Rechnung aufmachen: Was kostet mich die Umsetzung? Wie viel Zeit benötigt sie? Welche zusätzlichen Verpflichtungen entstehen? Welche Märkte kann ich noch sinnvoll bedienen? Und vor allem: Steht der Aufwand noch in einem vernünftigen Verhältnis zu dem Umsatz, den ich mit diesen Märkten tatsächlich erzielen kann?
Meine Antwort war irgendwann: Nein.
Die Konsequenz war, Produkte aus dem EU-Versand zu nehmen.
So sieht Regulierung aus der Perspektive eines kleinen Unternehmens aus. Nicht als abstrakte Zahl in einer Statistik, sondern als Entscheidung darüber, welche Produkte ich noch verkaufen kann und in welche Länder ich sie überhaupt noch verschicken möchte.
Und genau hier wird es absurd
Wir sprechen ständig davon, dass Europa Innovation, Kreativität und Unternehmertum braucht. Wir sprechen von Gründergeist, Selbstständigkeit, regionalen Produkten, Handmade, kleinen Manufakturen und kreativen Berufen. Gleichzeitig entsteht ein immer dichteres Netz aus Vorschriften, Nachweispflichten, Registrierungen und Anforderungen.
Natürlich hat jede einzelne Regel ihre Begründung. Aber irgendwann muss auch die Summe betrachtet werden.
Denn ein Unternehmen stirbt selten an einer einzigen Vorschrift. Es kann an der Summe aus Kosten, Zeitaufwand, Unsicherheit, Risiko und Bürokratie scheitern, die irgendwann nicht mehr zum erwirtschaftbaren Umsatz passt.
Und genau dort sehe ich die eigentliche Gefahr der PPWR.
Nachhaltigkeit ja – aber für wen?
Ich möchte keine Welt, in der Verpackungen unnötig Ressourcen verschwenden. Ich möchte auch keine Welt, in der Unternehmen Produkte dreifach verpacken, nur weil es bequem ist. Und ich bin absolut dafür, Verpackungsdesign intelligenter zu machen.
Aber Nachhaltigkeit muss mehrdimensional gedacht werden.
Ökologische Nachhaltigkeit ist wichtig. Aber auch wirtschaftliche und soziale Nachhaltigkeit zählen. Ein kleines Unternehmen, das wegen steigender Kosten und Bürokratie aufgibt, ist nicht automatisch ein nachhaltigeres Unternehmen.
Wenn kreative Menschen ihre Shops schließen, Handmade-Produkte verschwinden, kleine Manufakturen internationale Märkte aufgeben und am Ende vor allem Unternehmen mit ausreichend Kapital und Personal die regulatorische Komplexität bewältigen können, dann haben wir möglicherweise ein Problem geschaffen, das weit über Verpackungen hinausgeht.
Unser Fazit: Nachhaltigkeit ja. Bürokratische Verdrängung nein.
Wir brauchen weniger Müll, intelligentere Verpackungen und einen verantwortungsvollen Umgang mit Ressourcen. Aber wir brauchen genauso wirtschaftlich überlebensfähige kleine Unternehmen und eine vielfältige Kreativwirtschaft. Nachhaltigkeit darf nicht nur ökologisch gedacht werden. Auch wirtschaftliche und soziale Nachhaltigkeit gehören dazu.
Die PPWR sollte deshalb dringend überarbeitet und auf ihre tatsächlichen Auswirkungen auf Kleinstunternehmen, Kreative und kleine Onlineshops geprüft werden. Nicht das Ziel muss verschwinden – der Weg dorthin muss besser werden. Eine Regulierung, die Nachhaltigkeit fördern möchte, darf nicht dazu führen, dass kleine Unternehmen ihre Produkte nicht mehr wirtschaftlich anbieten können oder ganze Märkte aufgeben müssen.
Eine gute Regulierung muss verhältnismäßig, verständlich und mit vertretbarem Aufwand umsetzbar sein. Sie muss außerdem die Realität jener Menschen berücksichtigen, die keine Rechtsabteilung, keine Compliance-Abteilung und kein eigenes Nachhaltigkeitsteam hinter sich haben. Für ein großes Unternehmen ist zusätzliche Bürokratie eine Kostenstelle. Für eine Einzelunternehmerin kann sie bedeuten, dass weniger Zeit für das eigentliche Geschäft bleibt oder zusätzliche Kosten entstehen, die sich schlicht nicht mehr rechnen.
Die Politik hat noch die Möglichkeit, hier nachzubessern. Ich hoffe sehr, dass sie diese Möglichkeit auch nutzt. Denn es wäre fatal, wenn ausgerechnet die kleinen Unternehmen, Kreativen, Künstler und Handmade-Shops, die mit Eigeninitiative, persönlichen Ideen und häufig sehr bewusstem Ressourceneinsatz arbeiten, am Ende an einer Regulierung scheitern, die eigentlich eine nachhaltigere Wirtschaft schaffen sollte.
Vielleicht brauchen wir deshalb nicht immer mehr Pflichten, sondern auch mehr Vertrauen in die Menschen, die jeden Tag selbst Verantwortung übernehmen. So viel Regulierung wie nötig. So viel Freiheit wie möglich. Denn eine nachhaltige Zukunft braucht nicht nur weniger Verpackungsmüll, sondern auch eine vielfältige und lebendige Wirtschaft.
25.08.2026
Hinweis: Dieser Beitrag dient der Information und ersetzt keine individuelle rechtliche oder abfallrechtliche Beratung. Die PPWR enthält unterschiedliche Übergangsfristen und Anforderungen, die je nach Verpackungsart, Unternehmensrolle und Vertriebsweg unterschiedlich greifen können. Für die konkrete Beurteilung eines Unternehmens sollte daher die jeweils aktuelle Rechtslage geprüft werden.





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